AG Industriekultur

Vortrag „Mühlenbaugewerbe im Braunschweiger Land“ mit Rüdiger Hagen

KufA Haus, Westbahnhof 13, 38118 Braunschweig

Eine Zeitreise durch die rasante Entwicklung von 150 Jahren, die dieser Region dank der Konzentration eines lebenswichtigen Gewerbes seit der beginnenden Industrialisierung große Bekanntheit brachte.

Mühlen gehören zum Braunschweiger Land, so ist es seit Jahrhunderten. Seien es die landschaftsprägenden Wind- und Wassermühlen und heute die ebenso prägnanten von Komplexe industrieller Mühlenanlagen. Mit den Mühlen bildete sich das Mühlenbauergewerbe als eines der ältesten Maschinenbauergewerbe weltweit. Seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der zuvor rein handwerkliche Mühlenbau mehr und mehr zum ingenieursmäßigen Maschinenbau. Braunschweig und zunächst Wolfenbüttel spielten dabei eine herausragende Rolle. Hier wurde 1852 mit der Gründung der “Ersten Deutschen Mühlenbauanstalt” am Wolfenbütteler Schulwall das Mühlenwesen grundlegend in andere Bahnen gelenkt und damit begann das Zeitalter der später berühmten Mühlenbauindustrie im Braunschweiger Land. Diese Entwicklung erreichte einen ihrer Höhepunkte mit der Gründung der “Mühlenbau- und Industrie-AG”, kurz MIAG, zwischen 1922 und 1927 in Braunschweig, die als weltweit größte Mühlenbaufirma überhaupt galt. Auch heute ist diese Region im Bereich Mühlenbau keine unbekannte und insbesondere das moderne Ausbildungswesen bis hin zum Studium in diesem technischen Bereich ist hier hervorzuheben. Aber auch zahlreiche wieder museal reaktivierte und restaurierte Wasser- und Windmühlen zeugen hierzulande noch von der hohen Kunst der Mühlenbaufirmen.

Anmeldung

Foto: Rüdiger Hagen